Vorlage · Normalize · Auf einen schlanken Standard bringen
Standard-/Ausnahme-Kriterienliste
Vorlage · Version 2.2 · Stand 18.01.2026
Diese Seite zeigt den vollständigen Inhalt der Vorlage zur Methode Standard-/Ausnahme-Prinzip — ein Arbeitsdokument zum Ausfüllen mit eine Tabelle mit zusammen 2 Zeilen und 7 Eingabefelder. Den Normalfall radikal vereinfachen, aufwendige Prüfungen nur für echte Ausnahmen.
Das Wichtigste in Kürze
Wie ist die Vorlage „Standard-/Ausnahme-Kriterienliste" aufgebaut und wie füllt man sie aus?
- Die Vorlage gehört zur Methode Standard-/Ausnahme-Prinzip und damit zum Hebel Normalize (Auf einen schlanken Standard bringen).
- Zweck: Den Normalfall radikal vereinfachen, aufwendige Prüfungen nur für echte Ausnahmen.
- Aufbau: eine Tabelle mit zusammen 2 Zeilen und 7 Eingabefelder.
- Aufwand: 1–2 Workshops je Prozess
- Fertig, wenn: Normal- und Ausnahmefall sind dokumentiert getrennt und der Normalfall hat messbar weniger Schritte (vorher/nachher).
- Häufigster Fehler: Jede denkbare Ausnahme absichern wollen → Ausnahmen sind selten, sonst sind es keine.
- Der vollständige Inhalt steht weiter unten auf dieser Seite — es braucht keinen Download, um zu prüfen, ob die Vorlage passt.
Inhalt
Die Vorlage im Wortlaut
Alle Abschnitte, Felder und Tabellenspalten der Vorlage — identisch mit der PDF-Fassung.
Vorlage · Normalize · Auf einen schlanken Standard bringen
Standard-/Ausnahme-Kriterienliste
S8-VL08 · Version 2.2 · Stand 18.01.2026
Vereinfache den 80-%-Normalfall radikal und definiere klar, was eine echte Ausnahme ist. Nur Ausnahmen durchlaufen den aufwendigen Weg.
Prozess / Formular
Schritt 1
Kriterien: Normalfall vs. Ausnahme
| Kriterium | Normalfall (Schwelle) | Ausnahme ab |
|---|
Schritt 2
Normalfall — Minimalumfang
Welche Pflichtfelder und Freigaben bleiben im Normalfall? Alles andere streichen.
Pflichtfelder Normalfall (Minimum)
Freigaben Normalfall
Schritt 3
Ausnahme — expliziter Weg
Ausnahme-Kriterien (abschließend)
Zusätzliche Prüfung/Freigabe bei Ausnahme
Schritte Normalfall — vorher
nachher
Fertig, wenn
Normal- und Ausnahmefall sind dokumentiert getrennt und der Normalfall hat messbar weniger Schritte (vorher/nachher).
Stolperstein
Jede denkbare Ausnahme absichern wollen → Ausnahmen sind selten, sonst sind es keine.
Anwendung
So wird die Vorlage ausgefüllt
Der Ablauf der Methode in der Reihenfolge, in der die Felder gebraucht werden.
- Für einen Prozess den 80-%-Normalfall definieren (Kriterienliste: Wert, Risiko, Wiederholung).
- Für den Normalfall Formulare, Pflichtfelder und Freigaben auf das Minimum kürzen.
- Ausnahme-Kriterien explizit dokumentieren – nur sie durchlaufen den ausführlichen Weg.
- Varianten desselben Prozesses auf einen Weg zusammenführen.
Der Zeitbedarf liegt bei 1–2 Workshops je Prozess. Die Methode lässt sich einzeln anwenden — es braucht kein organisationsweites Mandat und keine Vorarbeit aus anderen Hebeln.
Fertig ist die Vorlage, wenn: Normal- und Ausnahmefall sind dokumentiert getrennt und der Normalfall hat messbar weniger Schritte (vorher/nachher).
Der häufigste Fehler: Jede denkbare Ausnahme absichern wollen → Ausnahmen sind selten, sonst sind es keine.
Zur Größenordnung: Ein Beschaffungsformular mit 18 Pflichtfeldern wird für den Normalfall auf 5 Felder reduziert; nur echte Ausnahmen laufen den langen Weg.
Gegenstand ist ausschließlich die intern gemachte Bürokratie. Gesetzliche und regulatorische Pflichten werden nicht gestrichen, sondern höchstens einfacher umgesetzt — die Grenze dazu zieht die Seite Bürokratie vs. Compliance.
Gestaltung
Warum die Vorlage so aussieht
Die Entscheidungen im Aufbau, die den Unterschied machen — und was bewusst fehlt.
Die Kriterientabelle hat drei vorbelegte Zeilen — Wert, Risiko, Wiederholung — und das ist keine Vollständigkeitsliste, sondern eine Reihenfolge. In den allermeisten Fällen erledigt bereits die erste Zeile die Arbeit: Eine Wertgrenze trennt Normal- und Ausnahmefall schärfer als jede qualitative Beschreibung und ist im Streitfall überprüfbar.
Der Vorher-nachher-Vergleich am Ende („Schritte Normalfall — vorher / nachher") ist das einzige Erfolgsmaß dieser Vorlage. Er verhindert den häufigsten Fehlausgang: Der Ausnahmeweg wird sauber definiert, der Normalfall bleibt aber so aufwendig wie zuvor — und damit ist nichts gewonnen, außer einer zusätzlichen Fallunterscheidung.
Das Wort „abschließend" im Feld für die Ausnahme-Kriterien ist bewusst gesetzt. Eine offene Aufzählung mit „insbesondere" oder „unter anderem" macht jeden Vorgang zum potenziellen Ausnahmefall und hebt die Vereinfachung binnen weniger Monate wieder auf.
Zusammenhang
Wo die Vorlage im Ablauf steht
Was vorher vorliegen sollte und was mit dem Ergebnis geschieht.
Die Vorlage gehört zum Hebel Normalize — Was bleibt, wird in einen klaren, einheitlichen Standardablauf überführt. Der Hebel braucht als Input Reduzierte Regel- und Prozessbasis und erzeugt Schlanke, standardisierte Soll-Prozesse. Damit ist auch gesagt, wann diese Vorlage zu früh kommt: solange der Input fehlt.
Für die Methode selbst gilt: Sie braucht Reduzierte Regel- und Prozessbasis und liefert Standardablauf mit definierten Ausnahmen. Die ausführliche Anleitung mit Steckbrief, Stolpersteinen und Diagrammen steht auf der Methodenseite Standard-/Ausnahme-Prinzip; die Einordnung des Hebels in die Kette der acht zeigt Die 8 Hebel.
Alle sechzehn Vorlagen im Überblick — sortiert nach Hebel und mit demselben Aufbau — stehen unter Vorlagen im Überblick.
FAQ
Häufige Fragen
Wofür wird die Vorlage „Standard-/Ausnahme-Kriterienliste" verwendet?
Sie ist das Arbeitsdokument zur Methode Standard-/Ausnahme-Prinzip: Den Normalfall radikal vereinfachen, aufwendige Prüfungen nur für echte Ausnahmen. Sie ist fertig ausgefüllt, wenn normal- und Ausnahmefall sind dokumentiert getrennt und der Normalfall hat messbar weniger Schritte (vorher/nachher).
Wie lange dauert das Ausfüllen?
Der Aufwand für die Methode insgesamt liegt bei 1–2 Workshops je Prozess. Das Ausfüllen selbst ist der kleinere Teil — der Aufwand steckt in der Abstimmung, nicht im Dokument.
Lässt sich die Vorlage an die eigene Organisation anpassen?
Ja, und das ist ausdrücklich vorgesehen — Spalten, Felder und Kriterien sind Vorschläge, keine Vorschrift. Für die private und nicht-kommerzielle Nutzung gilt die Lizenz: frei nutzbar und veränderbar bei sichtbarer Namensnennung („STANDARD-8" mit Verweis auf standard-8.de). Kommerzielle Nutzung erfordert eine Anfrage an standard8@jakob-sommer.de.
Braucht es die Vorlage überhaupt, um anzufangen?
Nein. Der vollständige Inhalt steht auf dieser Seite; ein Blatt Papier oder eine leere Tabelle tut es genauso. Die Vorlage nimmt nur die Formatierungsarbeit ab und sorgt dafür, dass in mehreren Bereichen dieselben Spalten erhoben werden — das ist der eigentliche Nutzen, sobald mehr als ein Team mitmacht.
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