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STANDARD-8 BÜROKRATIE-ABBAU

Vorlage · Delegate · Entscheidungen nach vorn geben

Delegationsmatrix (eine Seite)

Vorlage · Version 1.6 · Stand 04.10.2025

Diese Seite zeigt den vollständigen Inhalt der Vorlage zur Methode Delegationsmatrix — ein Arbeitsdokument zum Ausfüllen mit eine Tabelle mit zusammen 12 Zeilen und 2 Eingabefelder. Eindeutig festlegen, wer was bis zu welcher Grenze allein entscheidet.

VorlageDelegateAufwand: Niedrig1 Workshop

Das Wichtigste in Kürze

Wie ist die Vorlage „Delegationsmatrix (eine Seite)" aufgebaut und wie füllt man sie aus?

  • Die Vorlage gehört zur Methode Delegationsmatrix und damit zum Hebel Delegate (Entscheidungen nach vorn geben).
  • Zweck: Eindeutig festlegen, wer was bis zu welcher Grenze allein entscheidet.
  • Aufbau: eine Tabelle mit zusammen 12 Zeilen und 2 Eingabefelder.
  • Aufwand: 1 Workshop à 3 Std.
  • Fertig, wenn: Dokumentiert ist, wer bis zu welcher Grenze allein entscheidet, und Freigabestufen sind reduziert.
  • Häufigster Fehler: Befugnis auf dem Papier, Kontrolle in der Praxis → Vertrauen sichtbar vorleben; Rückdelegation aktiv unterbinden.
  • Der vollständige Inhalt steht weiter unten auf dieser Seite — es braucht keinen Download, um zu prüfen, ob die Vorlage passt.

Inhalt

Die Vorlage im Wortlaut

Alle Abschnitte, Felder und Tabellenspalten der Vorlage — identisch mit der PDF-Fassung.

Vorlage · Delegate · Entscheidungen nach vorn geben

Delegationsmatrix (eine Seite)

S8-VL09 · Version 1.6 · Stand 04.10.2025

Eine Seite, die eindeutig festlegt, wer was bis zu welcher Grenze allein entscheidet. Sichtbar aushängen — und delegierte Entscheidungen nicht zurückholen.

Bereich / Team

Gültig ab

EntscheidungstypEntscheidet alleinGrenze (Wert/Umfang)Nur informiertVertretung

Die Vorlage enthält 12 Zeilen zum Ausfüllen.

Typische Entscheidungstypen: Bestellungen, Freigaben, Kulanz, Personaleinsatz, Urlaub, Investitionen, Ausnahmen.

Selbstverpflichtung der Führungskraft

„Ich halte die vereinbarten Grenzen ein und hole delegierte Entscheidungen nicht zurück. Rückfragen kläre ich über Stichproben, nicht über zusätzliche Freigaben."

Unterschrift Führungskraft

Datum

Fertig, wenn

Dokumentiert ist, wer bis zu welcher Grenze allein entscheidet, und Freigabestufen sind reduziert.

Stolperstein

Befugnis auf dem Papier, Kontrolle in der Praxis → Vertrauen sichtbar vorleben; Rückdelegation aktiv unterbinden.

Anwendung

So wird die Vorlage ausgefüllt

Der Ablauf der Methode in der Reihenfolge, in der die Felder gebraucht werden.

  1. Die 10–15 häufigsten Entscheidungstypen des Bereichs listen (Bestellungen, Freigaben, Kulanz, Personaleinsatz …).
  2. Je Typ festlegen: Wer entscheidet allein? Bis zu welcher Grenze? Wer wird nur informiert?
  3. Als eine Seite veröffentlichen; die Führungskraft verpflichtet sich sichtbar, delegierte Entscheidungen nicht zurückzuholen.

Der Zeitbedarf liegt bei 1 Workshop à 3 Std.. Die Methode lässt sich einzeln anwenden — es braucht kein organisationsweites Mandat und keine Vorarbeit aus anderen Hebeln.

Fertig ist die Vorlage, wenn: Dokumentiert ist, wer bis zu welcher Grenze allein entscheidet, und Freigabestufen sind reduziert.

Der häufigste Fehler: Befugnis auf dem Papier, Kontrolle in der Praxis → Vertrauen sichtbar vorleben; Rückdelegation aktiv unterbinden.

Zur Größenordnung: Ein Team hält auf einer Seite fest, wer Bestellungen bis 2.000 € allein freigibt – die Zahl der Eskalationen an die Leitung halbiert sich.

Gegenstand ist ausschließlich die intern gemachte Bürokratie. Gesetzliche und regulatorische Pflichten werden nicht gestrichen, sondern höchstens einfacher umgesetzt — die Grenze dazu zieht die Seite Bürokratie vs. Compliance.

Gestaltung

Warum die Vorlage so aussieht

Die Entscheidungen im Aufbau, die den Unterschied machen — und was bewusst fehlt.

Diese Vorlage ist die einzige mit einer Unterschriftszeile, und das ist ihr eigentlicher Mechanismus. Eine Delegationsmatrix scheitert nicht am Entwurf, sondern am Zurückholen: Entscheidungen werden formal delegiert und faktisch weiter nach oben gezogen, sobald es unbequem wird. Die Selbstverpflichtung darüber macht genau das zum sichtbaren Regelbruch statt zur stillen Gewohnheit.

Die Spalte „Vertretung" wird beim ersten Entwurf fast immer vergessen und ist der häufigste Grund, warum eine Matrix im Alltag nicht trägt. Ohne benannte Vertretung wandert jede Urlaubs- oder Krankheitswoche zurück in die alte Eskalationslogik — und was einmal wieder oben entschieden wurde, bleibt meist dort.

„Sichtbar aushängen" steht nicht aus Gründen der Transparenzrhetorik in der Vorlage. Eine Delegationsmatrix in einem Laufwerksordner wird im Zweifel nicht zitiert; eine an der Wand schon.

Zusammenhang

Wo die Vorlage im Ablauf steht

Was vorher vorliegen sollte und was mit dem Ergebnis geschieht.

Die Vorlage gehört zum Hebel Delegate — Entscheidungen dorthin verlagern, wo das Wissen sitzt. Der Hebel braucht als Input Soll-Prozesse und erzeugt Schnelle Entscheidungen vor Ort. Damit ist auch gesagt, wann diese Vorlage zu früh kommt: solange der Input fehlt.

Für die Methode selbst gilt: Sie braucht Soll-Prozesse und liefert Dokumentierte Entscheidungsrechte, schnelle Entscheidungen vor Ort. Die ausführliche Anleitung mit Steckbrief, Stolpersteinen und Diagrammen steht auf der Methodenseite Delegationsmatrix; die Einordnung des Hebels in die Kette der acht zeigt Die 8 Hebel.

Alle sechzehn Vorlagen im Überblick — sortiert nach Hebel und mit demselben Aufbau — stehen unter Vorlagen im Überblick.

FAQ

Häufige Fragen

Wofür wird die Vorlage „Delegationsmatrix (eine Seite)" verwendet?

Sie ist das Arbeitsdokument zur Methode Delegationsmatrix: Eindeutig festlegen, wer was bis zu welcher Grenze allein entscheidet. Sie ist fertig ausgefüllt, wenn dokumentiert ist, wer bis zu welcher Grenze allein entscheidet, und Freigabestufen sind reduziert.

Wie lange dauert das Ausfüllen?

Der Aufwand für die Methode insgesamt liegt bei 1 Workshop à 3 Std.. Das Ausfüllen selbst ist der kleinere Teil — der Aufwand steckt in der Abstimmung, nicht im Dokument.

Lässt sich die Vorlage an die eigene Organisation anpassen?

Ja, und das ist ausdrücklich vorgesehen — Spalten, Felder und Kriterien sind Vorschläge, keine Vorschrift. Für die private und nicht-kommerzielle Nutzung gilt die Lizenz: frei nutzbar und veränderbar bei sichtbarer Namensnennung („STANDARD-8" mit Verweis auf standard-8.de). Kommerzielle Nutzung erfordert eine Anfrage an standard8@jakob-sommer.de.

Braucht es die Vorlage überhaupt, um anzufangen?

Nein. Der vollständige Inhalt steht auf dieser Seite; ein Blatt Papier oder eine leere Tabelle tut es genauso. Die Vorlage nimmt nur die Formatierungsarbeit ab und sorgt dafür, dass in mehreren Bereichen dieselben Spalten erhoben werden — das ist der eigentliche Nutzen, sobald mehr als ein Team mitmacht.

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