Vorlage · Axe · Überflüssiges streichen
Spielregeln & Kandidatenformular Kill-a-stupid-rule
Vorlage · Version 2.7 · Stand 17.07.2022
Diese Seite zeigt den vollständigen Inhalt der Vorlage zur Methode Kill-a-stupid-rule — ein Arbeitsdokument zum Ausfüllen mit eine Tabelle mit zusammen 8 Zeilen, 4 Eingabefelder und 8 Ankreuzpunkte. In einer fokussierten Aktionswoche mit klarem Mandat Überflüssiges ersatzlos streichen.
Das Wichtigste in Kürze
Wie ist die Vorlage „Spielregeln & Kandidatenformular Kill-a-stupid-rule" aufgebaut und wie füllt man sie aus?
- Die Vorlage gehört zur Methode Kill-a-stupid-rule und damit zum Hebel Axe (Überflüssiges streichen).
- Zweck: In einer fokussierten Aktionswoche mit klarem Mandat Überflüssiges ersatzlos streichen.
- Aufbau: eine Tabelle mit zusammen 8 Zeilen, 4 Eingabefelder und 8 Ankreuzpunkte.
- Aufwand: 1 Woche + Vorbereitung
- Fertig, wenn: Eine definierte Zahl an Regeln/Reports/Meetings ist nachweislich abgeschafft und die freigesetzte Zeit beziffert.
- Häufigster Fehler: Angst vor der Ausnahme → im Zweifel streichen und 4 Wochen beobachten.
- Der vollständige Inhalt steht weiter unten auf dieser Seite — es braucht keinen Download, um zu prüfen, ob die Vorlage passt.
Inhalt
Die Vorlage im Wortlaut
Alle Abschnitte, Felder und Tabellenspalten der Vorlage — identisch mit der PDF-Fassung.
Vorlage · Axe · Überflüssiges streichen
Spielregeln & Kandidatenformular Kill-a-stupid-rule
S8-VL05 · Version 2.7 · Stand 17.07.2022
Fokussierte Streichwoche mit klarem Mandat. Diese Vorlage bündelt die Spielregeln, das Kandidatenformular und das Ergebnis-Log.
Teil 1
Spielregeln (vor dem Start festlegen)
- Geschäftsführung gibt ein öffentliches Streich-Mandat.
- Tabu ist klar benannt: Gesetzliches, Sicherheit, echte Compliance-Pflichten.
- Beweislast-Umkehr gilt: Eine Regel muss ihren Verbleib rechtfertigen — nicht ihre Abschaffung.
- Entscheidung je Kandidat binnen 48 Stunden durch das Kernteam.
- Gestrichenes wird öffentlich gemacht und die freigesetzte Zeit beziffert.
Teil 2
Kandidatenformular (je Streichkandidat)
Regel / Report / Meeting
Warum überflüssig?
Was wäre die Folge des Wegfalls?
Eingereicht von / Datum
- Entscheidung: streichen
- Entscheidung: behalten (Begründung nötig)
- Entscheidung: befristet prüfen
Teil 3
Ergebnis-Log
| # | Gestrichener Kandidat | Freigesetzte Zeit (h/Jahr) | Wirksam ab |
|---|
Die Vorlage enthält 8 Zeilen zum Ausfüllen.
Am Ende der Woche die Summe der freigesetzten Stunden bilden — und feiern.
Fertig, wenn
Eine definierte Zahl an Regeln/Reports/Meetings ist nachweislich abgeschafft und die freigesetzte Zeit beziffert.
Stolperstein
Angst vor der Ausnahme → im Zweifel streichen und 4 Wochen beobachten.
Anwendung
So wird die Vorlage ausgefüllt
Der Ablauf der Methode in der Reihenfolge, in der die Felder gebraucht werden.
- Geschäftsführung gibt öffentliches Streich-Mandat + Spielregeln (was nicht angetastet wird: Gesetzliches, Sicherheit).
- Alle reichen Streichkandidaten ein; das Kernteam entscheidet binnen 48 Std. nach Beweislast-Umkehr: die Regel muss ihren Verbleib rechtfertigen, nicht ihre Abschaffung.
- Gestrichenes öffentlich feiern, freigesetzte Zeit beziffern.
Der Zeitbedarf liegt bei 1 Woche + Vorbereitung. Die Methode lässt sich einzeln anwenden — es braucht kein organisationsweites Mandat und keine Vorarbeit aus anderen Hebeln.
Fertig ist die Vorlage, wenn: Eine definierte Zahl an Regeln/Reports/Meetings ist nachweislich abgeschafft und die freigesetzte Zeit beziffert.
Der häufigste Fehler: Angst vor der Ausnahme → im Zweifel streichen und 4 Wochen beobachten.
Zur Größenordnung: Eine Geschäftsführung streicht in einer Woche 22 interne Regeln und beziffert die freigesetzte Zeit auf über 400 Stunden pro Jahr.
Gegenstand ist ausschließlich die intern gemachte Bürokratie. Gesetzliche und regulatorische Pflichten werden nicht gestrichen, sondern höchstens einfacher umgesetzt — die Grenze dazu zieht die Seite Bürokratie vs. Compliance.
Gestaltung
Warum die Vorlage so aussieht
Die Entscheidungen im Aufbau, die den Unterschied machen — und was bewusst fehlt.
Die Vorlage hat drei Teile, und die Reihenfolge ist der Punkt. Teil 1 legt die Spielregeln vor dem Start fest — insbesondere die Beweislast-Umkehr: Eine Regel muss ihren Verbleib rechtfertigen, nicht ihre Abschaffung. Wer diesen Satz erst mitten in der Aktionswoche einführt, verliert die Woche in Grundsatzdiskussionen.
Die 48-Stunden-Frist für die Entscheidung ist kein Zierrat. Streichaktionen scheitern fast nie am Mut, sondern an der Verschleppung: Ein Kandidat, der zwei Wochen unbeschieden liegt, ist praktisch abgelehnt, und die Beteiligung bricht ein. Deshalb steht die Entscheidungsoption „befristet prüfen" gleichberechtigt neben „streichen" und „behalten" — sie hält Fälle in Bewegung, die sonst blockieren.
Teil 3 beziffert die freigesetzte Zeit. Das ist der Teil, der am häufigsten weggelassen wird und am meisten trägt: Ohne Summe am Ende der Woche bleibt die Aktion eine Anekdote; mit Summe wird sie zum Argument für die nächste.
Zusammenhang
Wo die Vorlage im Ablauf steht
Was vorher vorliegen sollte und was mit dem Ergebnis geschieht.
Die Vorlage gehört zum Hebel Axe — Alles streichen, was keinen erkennbaren Wertbeitrag leistet. Der Hebel braucht als Input Priorisierte Aufwand-Nutzen-Liste und erzeugt Reduzierte Regel- und Prozessbasis (nur Wertvolles). Damit ist auch gesagt, wann diese Vorlage zu früh kommt: solange der Input fehlt.
Für die Methode selbst gilt: Sie braucht Priorisierte Liste und liefert Reduzierte Regel- und Prozessbasis. Die ausführliche Anleitung mit Steckbrief, Stolpersteinen und Diagrammen steht auf der Methodenseite Kill-a-stupid-rule; die Einordnung des Hebels in die Kette der acht zeigt Die 8 Hebel.
Alle sechzehn Vorlagen im Überblick — sortiert nach Hebel und mit demselben Aufbau — stehen unter Vorlagen im Überblick.
FAQ
Häufige Fragen
Wofür wird die Vorlage „Spielregeln & Kandidatenformular Kill-a-stupid-rule" verwendet?
Sie ist das Arbeitsdokument zur Methode Kill-a-stupid-rule: In einer fokussierten Aktionswoche mit klarem Mandat Überflüssiges ersatzlos streichen. Sie ist fertig ausgefüllt, wenn eine definierte Zahl an Regeln/Reports/Meetings ist nachweislich abgeschafft und die freigesetzte Zeit beziffert.
Wie lange dauert das Ausfüllen?
Der Aufwand für die Methode insgesamt liegt bei 1 Woche + Vorbereitung. Das Ausfüllen selbst ist der kleinere Teil — der Aufwand steckt in der Abstimmung, nicht im Dokument.
Lässt sich die Vorlage an die eigene Organisation anpassen?
Ja, und das ist ausdrücklich vorgesehen — Spalten, Felder und Kriterien sind Vorschläge, keine Vorschrift. Für die private und nicht-kommerzielle Nutzung gilt die Lizenz: frei nutzbar und veränderbar bei sichtbarer Namensnennung („STANDARD-8" mit Verweis auf standard-8.de). Kommerzielle Nutzung erfordert eine Anfrage an standard8@jakob-sommer.de.
Braucht es die Vorlage überhaupt, um anzufangen?
Nein. Der vollständige Inhalt steht auf dieser Seite; ein Blatt Papier oder eine leere Tabelle tut es genauso. Die Vorlage nimmt nur die Formatierungsarbeit ab und sorgt dafür, dass in mehreren Bereichen dieselben Spalten erhoben werden — das ist der eigentliche Nutzen, sobald mehr als ein Team mitmacht.
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